Buße schafft Frieden und Freude!

Obwohl der Buß- und Bettag in Niedersachsen kein gesetzlicher Feiertag ist, konnten die Glaubensgeschwister am Mittwochabend in der Gemeinde Göttingen einen besonderen Gottesdienst erleben. Der Bezirksseniorenmännerchor gestaltete den musikalischen Teil des Gottesdienstes, das Bußlied wurde von einem Flötenensemble vorgetragen.

Dem Gottesdienst, der vom Bezirksevangelisten Joachim Richter gehalten wurde, lag ein Wort aus dem Lukas-Evangelium zugrunde: "Zachäus aber trat vor den Herrn und sprach: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück" (Lukas 19,8).

Zachäus begehrte Jesus zu sehen. Aber er war klein von Gestalt und hatte sich so unbeliebt gemacht, dass die Menschen ihn nicht, wie es damals üblich war, nach vorne durchließen, um den Herrn zu sehen. Also lief er voraus und kletterte auf einen Maulbeerbaum – und Jesus sah zu ihm hoch und sagte, er müsse noch heute bei ihm einkehren. Die Begegnung mit Jesus bewirkte, dass Zachäus sein Verhalten von Grund auf änderte. Diese Buße schaffte Frieden im Herzen des Zachäus.

Begehren auch wir, Jesus zu sehen? Lassen wir ihn bei uns einkehren? Bewirkt die Begegnung mit ihm eine Veränderung? Dann werden wir erleben: Buße schafft Frieden.

In seinem Mitdienen ging Priester Hartmut Lau auf das vom Männerchor aus Bezirkssenioren vorgetragene Lied ein: "Nur so wie du, Herr Jesu, möcht ich werden" Das sei unser Ziel und der Maßstab für unser Verhalten, so Priester Lau. Wie mag wohl die Reaktion der Menschen gewesen sein, als Zachäus sein Vorhaben in die Tat umgesetzte... Buße schafft auch Freude!

Den Schlussakkord dieses Gottesdienstes am Buß- und Bettag setzte der Bezirksseniorenmännerchor: Vor dem Altar stehend sangen sie ausdrucksstark den Kanon "Lobe den Herrn, meine Seele!".

ra