Gott lässt sich gern bitten -
Festgottesdienst in Göttingen

Am Sonntag, 12. November, feierte Apostel Ralf Vicariesmann in Göttingen den Gottesdienst, zu dem auch die Gemeinde Witzenhausen eingeladen war. Der Apostel brachte Freude in die versammelte Festgemeinde und schenkte sichtbaren Segen: Im Gottesdienst empfingen zwei Kleinkinder den Heiligen Geist und vier neue Geistliche - ein Priester und drei Diakoninnen - unterstützen zukünftig den Kreis der Geistlichen in der Gemeinde Göttingen.

Als Bibelwort für den Gottesdienst wählte der Apostel Lukas 18,8:

“Doch wenn der Menschensohn kommen wird, wird er dann Glauben finden auf Erden?”

Zu Beginn des Gottesdienstes sprach der Apostel insbesondere die Kinder an und ging auf den Martinstag ein, der am 11. November gefeiert wird. Die Legende des Heiligen Martin beschreibt einen römischen Soldaten, der etwa 300 Jahre nach Christi Geburt gelebt haben soll. Die Botschaft der Legende ist, dass die Menschen einen Blick auf den Nächsten haben sollen, um, wo es nötig und möglich ist, zu helfen. Ebenso tat dies der Soldat Martin, der seinen Mantel teilte und eine Hälfte einem frierenden Bettler gab.

Eingehend auf das Bibelwort für den Gottesdienst machte der Apostel deutlich, dass dieses Wort nicht bedeute, dass zur Zeit der Wiederkunft Christi kein oder nur wenig Glaube vorhanden sei. Vielmehr gehe es um die Erwartung, einen festen Glauben vorzufinden, dass Jesus Christus wirklich auf dieser Erde war und dass er wiederkommt. Das sei keine “nette Geschichte” oder nur symbolisch zu verstehen, das ist ein wichtiger Bestandteil des Glaubens.

Mit dem Gleichnis vom Richter und der Witwe (Luk 18,1–8), an dessen Ende das Bibelwort steht, stellte der Apostel heraus, dass mit dem störrischen Richter nicht Gott gemeint sei. Das wäre eine Fehlinterpretation, so unser Apostel. Wichtig ist vielmehr, dass der Gläubige, wie die bittende Witwe, immer wieder im Gebet mit seinen Anliegen zu Gott kommt. “Gott lässt sich gern bitten", so der Apostel. Dies sei wichtig, um die persönliche Beziehung zu Gott zu pflegen. “Wirf das Gebet nicht zur Seite, bleib dran”, auch wenn Gott nicht immer zu verstehen ist, ermutigte der Apostel.

Für die Gemeinde Göttingen gab es an diesem Tag weiteren Grund zur Freude über besondere „Geschenke“:  Im Gottesdienst empfingen zwei Kleinkinder das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Einen Priester, der mit seiner Familie zugezogenen ist, bestätigte Apostel Vicariesmann in seinem Amtsauftrag und er ordinierte drei Diakoninnen, die nun ebenfalls den Kreis der Geistlichen in der Gemeinde Göttingen bereichern.

Der Festgottesdienst wurde musikalisch neben Orgelmusik auch durch ein Instrumentalensemble und den Gemeindechor feierlich gestaltet.